3D-Druck3D Druck

Datenblatt 3D-Druck / additive Fertigung

Die gängigsten, additiven Fertigungsmethoden

FDM (Fused Deposition Modeling)

Bei diesem Verfahren erfolgt der Werkstückaufbau durch das Extrudieren des Werkstoffes durch eine beheizte Düse. Hierbei wird Schicht für Schicht auf das Bauteil aufgetragen und härtet nach dem Aufbringen selbst aus.
Um auch überstehende Strukturen drucken zu können, wird bei Bedarf das Bauteil mit Stützmaterial gedruckt, welches nach Fertigstellung des Bauteils entfernt wird.
Diese gefertigten Teile eignen sich besonders für erste Prototypen. Es lassen sich jedoch auch günstig Einzelstücke und Kleinserien zur Verwendung als langlebiges Bauteil fertigen.
Nach Fertigstellung des Bauteils wird dieses von uns endstützt.
Als Option bieten wir Ihnen weitere Nachbearbeitungsmöglichkeiten an.
So können wir z.B. Ihre Modelle nach Ihren Wünschen Glätten, Lackieren und Verkleben. Außerdem erlaubt das verwendete Material das zusätzliche Anbringen von Bohrungen oder das Einschneiden von Gewinden.

SLA (Stereolithografie)

Dieses ist ein viel genutztes Verfahren im Rapid Prototyping. Die Einsatzfelder sind weit, es kann für die Erstellung von Designstudien, funktionalen Prototypen oder auch für Präsentationsmodelle verwendet werden. Das Verfahren zeichnet sich durch eine hohe Genauigkeit und sehr gute Oberflächeneigenschaften aus.
Das Grundprinzip der Stereolithografie ist das selektive Aushärten eines Photopolymers (ein Harz) mittels UV-Laser. Durch das UV-Licht des Lasers polymerisiert das photosensitive Material an den definierten Stellen. Ist eine Schicht fertig, wird eine neue Schicht (i. d. R. 25 – 100 µm hoch) aufgetragen (bzw. die Plattform entsprechend in der Flüssigkeit heruntergefahren), und der Prozess beginnt von vorn. Bei der Fertigung werden sogenannte Stützstrukturen (Support) benötigt. Diese zusätzlichen Strukturen verhindern, dass Überhänge beim Druck in der Flüssigkeit absinken.
Alle erstellten Werkstücke unterlaufen nach erfolgtem Druck mehrere Finishing Schritte:
• Intensive Reinigung des Werkstücks
• Entfernen der Supportstrukturen
• Nachhärten unter UV-Licht
• Schleifen, je nach Geometrie, Material und Anwendung
• Strahlen und/oder manuelles Schleifen
• Auf Wunsch: Lackierung

SLS (Selektives Lasersintern)

Dieses Verfahren fertigt 3D-Druck Modelle mittels pulverförmigen Materials aus Kunststoff.
Hierbei wird in einem erhitzten Bauraum zuerst eine dünne Schicht des Druckmateriales aufgetragen, welches dann mittels Laserstrahl an den gewünschten Stellen, also selektiv, aufgeschmolzen wird. Anschließend senkt sich die Bauplattform um die jeweilige Schichtstärke und der Prozess wird wiederholt. Dabei dient das umliegende, nicht aufgeschmolzene Kunststoff-Material als Stützmaterial. Dadurch werden überragende Geometrien und komplexe Formen problemlos gefertigt.
Aufgrund der in diesem Verfahren benötigten Temperaturen muss der Baubehälter nach dem Druckprozess langsam herunterkühlen, da durch zu abrupte Temperaturänderungen Spannungen im Material der gedruckten Objekte hervorrufen könnte, wodurch sich diese verziehen oder verformen könnten.
Nach dem Abkühlen werden die Modelle und Bauteile freigelegt und vom umliegenden, losen Material befreit. Mittels Glasperlenstrahlen wird abschließend auch das anhaftende Material von den Objekten gelöst.

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